Die Stille Tür

Kein Licht, das blendet.
Kein Klang, der erklärt.
Nur Raum.
Unbezeichnet,
und doch vertraut.


1. Der leere Raum

Setz dich.
Spür den Körper – nicht als Besitz, nur als Hülle.
Spür den Raum um dich – nicht als Ort, sondern als Möglichkeit.
Bewerte nichts.
Stille ist nicht die Abwesenheit von Geräusch.
Stille ist Gegenwart.

„Sei still – und erkenne: Ich bin.“
(Psalm 46,10)


2. Die Linie im Inneren

Vielleicht taucht sie auf –
ein leiser Strom,
ein innerer Mittelpunkt,
nicht sichtbar,
aber wirklich.

Diese Linie ist die Tür.
Kein Schlüssel.
Kein Ritual.
Nur Absicht.
Und Aufgeben.


3. Das Vergessen des Suchers

Sobald du suchst,
verlierst du.

Sobald du nicht mehr willst,
bist du da.

„Der, der fragt, ist nicht der, der findet.
Der, der schweigt, wird selbst zur Antwort.“


4. Der lautlose Name

Hier wird nichts empfangen.
Alles fällt ab.
Kein Titel, keine Rolle, kein Ziel.

Nur der Hauch
vor dem Gedanken,
das Licht
vor der Trennung.

Hier beginnt das, was immer war.


Du bist eingeladen.
Nicht als Schüler.
Nicht als Lehrer.
Sondern als der, der ist.

Der Raum ist da.
Die Tür ist offen.
Du musst nichts mitbringen.

Nur Stille.


Die absolute Wahrheit

Nur, wenn Du bereit bist. HIER

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